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Müllpolizei contra Impulsnutzungsverhalten 25.07.2018
Umwelt+Klima, Aktuelles, BA-Thema
Mit ein paar einfachen Ideen wollte die GAL darauf reagieren, dass es in den Bamberger Parks immer wieder Müllhaufen, Grill- und sonstige Nutzungsschäden gibt. Doch: kein Bedarf! – die Stadtverwaltung hat alles im bürokratischen Griff.

Glosse aus dem Kultursenat

Ein Parkkümmerdienst ähnlich der ehrenamtlich arbeitenden Sicherheitswacht war eine GAL-Idee, mit der man schädliches Verhalten durch freundliche Aufklärung präventiv verhindern könnte. Kein Geld, so die einfache Antwort aus dem Rathaus bei der Behandlung des Antrags im Kultursenat, ungeachtet dessen, dass ein Ehrenamt schon dem Wesen nach wenig Kosten verursacht.

Stattdessen versucht man nun, Polizei und Parküberwachungsdienst (PÜD) den jeweiligen  „Möglichkeiten entsprechend“ im Hain und auf der ERBA „patrouillieren“ zu lassen. Die Polizei wird sich freuen: Mit Blaulicht auf der Jagd nach kriminellen Müllgaunern? Und der PÜD: Klemmen die den Falschgrillern dann ein Knöllchen unter die Sonnenbrille?

Überhaupt das Grillen: Mehr offizielle ausgewiesene Grillplätze war hier die Idee der GAL, um Gras- und Pflanzenschäden durch wildes Grillen zu vermeiden. Doch auch das hält man im Gartenamt für „nicht zielführend“, und zwar wegen der „Impulslast“. Soll heißen: An den ersten Wochenenden im Jahr kommen so viele Grillzangen schwingende Menschen in die Parks, dass man die eh nicht alle abfangen kann. Doch dieses „Impulsnutzungsverhalten“ ebbt dann wieder ab, also alles im grünen (wenn auch inzwischen verkohlten) Bereich.

Auch die Idee, für Slacklining geeignete Bäume zu kennzeichnen, um zu schwache Bäume vor Schäden zu schützen, fand in der Stadtverwaltung keinen Gefallen. Man spricht die Balancierseil-Sportler*innen lieber direkt an und klärt sie „vor Ort“ über korrekte Nutzung auf. Woher nun wieder die Kapazität des Gartenamts kommt, quasi täglich hinter Parkbüschen auf Slackliner*innen zu lauern, um mit ihnen in persönlichen Kontakt zu kommen, bleibt allerdings rätselhaft.

sys

 

Andreas Reuß, GAL-Sprecher im Kultursenat: „Wenn nichts passiert, könnte sogar der neu und so schön gestaltete Botanische Garten in Mitleidenschaft gezogen werden.“


Im ERBA-Park hat die Stadt neue Mülleimer ergänzt.


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